Inspirational Feed: Mai2022

Täglich entstehen neue Ideen. Und das überall auf der Welt. Nicht alle setzen sich durch, nicht alle sind sofort relevant. Aber jede Idee kann ein Funke sein. Für neue Gedanken, für neue Betrachtungsweisen. Für die Lösung von Herausforderungen und das Nutzen von Chancen. In unserem PAHNKE//PINC Inspirational Feed präsentieren wir Innovationen aus den Bereichen Produkt, Packaging, Handel/Vertrieb, Media/Promotion. Und möchten damit Ideen befeuern.
Bleibt neugierig.

#PRODUKT

Quelle: TRENDONE Trendexplorer; Bildquelle: Miruku

PFLANZEN PRODUZIEREN PROTEINE

Das neuseeländische Foodtech-Start-up Miruku hat ein Molecular-Farming-Verfahren entwickelt, das Pflanzenzellen als Minifabriken für die Produktion von Proteinen und anderen Molekülen wie Fetten und Zucker, die traditionell von Tieren produziert werden, programmiert. Die neuen Pflanzen werden hierfür so gezüchtet und verändert, dass mithilfe von Sonnenenergie echte Bausteine direkt in den Pflanzen selbst erzeugt werden können, die denen von natürlicher Milch sehr nahe kommen. So produziert das Start-up diese Proteine ohne Einsatz von Kühen und unterscheidet sich in diesem Bereich von seinen Wettbewerbern, die Techniken wie die Präzisionsfermentation anwenden.

Interessant, weil:

hinsichtlich Tierwohl und klimapolitische Maßnahmen alternative, vegane Proteinquellen immer relevanter werden.

#PRODUKT

Quelle: TRENDONE Trendexplorer; Bildquelle: OneRare.io

METAVERSUM FÜR FOODIES

Das US-amerikanische Web3-Start-up OneRare entwickelt eine virtuelle Umgebung namens „Foodverse“, in der Essen und Genuss im Mittelpunkt stehen. Das Metaversum für Foodies soll aus verschiedenen Bereichen bestehen, die reale Orte nachahmen. Nutzer:innen sollen hier virtuelle Restaurants, Produzent:innen, Chefköch:innen und verschiedene Marken erleben können. Die Blockchain-basierte Plattform soll es Unternehmen ermöglichen, durch NFT, Spiele und Events eine Community zu bilden. „OneRare“ will Foodies zudem die Möglichkeit bieten, auf spielerische Weise NFT zu erwerben und sie gegen echte Speisen und Deals einzutauschen.

Interessant, weil:

es aktuell in der Diskussion zum „Metaversum“ deutlich wird, dass es nicht das Metaversum gibt. Es wird vielmehr unterschiedliche Plattformen geben, die bspw. je nach Zielgruppen oder Thema unterschiedliche Erlebnisse, Service oder Produkte ermöglichen – auch im Bereich „Food“.

#PRODUKT

Quelle: TRENDONE Trendexplorer; Bildquelle: Keen 4 Greens GmbH

PILZFASERN FÜR GESUNDE VEGANE LEBENSMITTEL

Das Hamburger Start-up Keen 4 Greens will vegane Lebensmittel auf Basis von gezüchteten Myzelien anbieten. Dafür hat das Food-Tech-Unternehmen eine Fermentierungsanlage entwickelt, um aus Speisepilzen eine alternative Proteinquelle in großen Mengen zu produzieren. So will Keen 4 Greens unabhängig vom Import von Weizen- und Erbsenproteinen werden. Das Start-up sieht die Vorteile von Myzelien aus Speisepilzen auch darin, dass sie nicht allergen sind wie Weizen, sich nachhaltiger als Proteinquellen wie Soja produzieren lassen und acht wichtige Aminosäuren für den Menschen enthalten, die pflanzenbasierte vegane Produkte oft nicht mitliefern.

Interessant, weil:

Weltweit der Konsum tierischer Proteine steigt, was negative Folgen für das Klima und die Anzahl an Tieren in nicht artgerechten Haltungsformen hat. Keen 4 Greens schafft hier eine weitere pflanzliche Alternative, die den Vorteil hat, dass die Wachstumszeit von Myzelium wesentlich kürzer ist – verglichen mit dem natürlichen Wachstumsprozess von Weizen oder Erbsen. So kann nachhaltiger produziert werden bei einer gleichzeitigen Reduzierung der Abhängigkeit von z.B. Weizen-Importen.

#HANDEL

PER APP EINKAUFSKOOPERATIVEN BILDEN

Das brasilianische Start-up Trela hat die gleichnamige App lanciert, die es Nachbar:innen ermöglicht, als Einkaufskooperative Premiumprodukte ohne Zwischenhändler:innen direkt bei Lieferant:innen zu kaufen und so zwischen 20 bis 60 Prozent beim Einkauf zu sparen. Das System ist auch mit WhatsApp verbunden, wodurch Trela die Experience spielerisch gestalten und Produkte in Echtzeit aktualisieren kann. Nutzer:innen erhalten in der Trela-Gruppe ein Angebot oder ein Update eines Angebots für Lebensmittel. Klicken die Nutzer:innen auf den Link, werden sie zur Web-App weitergeleitet, in der sie mit einem Klick zur Kasse gelangen.

Interessant, weil:

Gerade in Zeiten steigender Inflation für die Verbrauer alternative und günstigere Bezugsformen für Lebensmittel immer interessanter werden. Durch lokale Einkaufkooperativen per App lässt sich so nicht nur Geld sparen durch weniger Zwischenhändler, sondern der gemeinsame direkte Kauf kann gleichzeitig auch helfen Warenströme zukünftig nachhaltiger zu gestalten.

#MEDIA

Quelle: TRENDONE Trendexplorer; Bildquelle: INGKA Holding B.V.

SCAVENGER HUNT FÜHRT ZU IKEAS „INFINITY“-ROOM

In einer IKEA-Filiale im Londoner Stadtteil Greenwich wurde ein geheimer Raum namens Infinity eingerichtet, dessen Standort Kund:innen nur anhand eines Videos auf TikTok und Pinterest herausfinden konnten. Interessierte Kund:innen konnten an der Scavenger Hunt teilnehmen und anhand der geposteten Videos versuchen, den Weg zu erkennen, den die TikTok- oder Pinterest-Influencer:innen genommen hatten, um den Raum zu finden, oder selbst in dem riesigen Laden auf Entdeckungstour gehen. Die Scavenger Hunt hatte zum Ziel, die Kund:innen über soziale Medien in die Filiale zu lotsen und so noch mehr Promotion über soziale Kanäle zu generieren.

Interessant, weil:

IKEA mit seinem „geheimen“ Infinity Room einen kreativen Weg der Verknüpfung zwischen interaktivem Social Content und der Generierung von Besuchern in seinem stationären Store schafft. Der Infinity Room fungiert darüber hinaus gleichzeitig als perfekte Social Media Fotokulisse, der durch User Generated Content den Social Buzz weiter multiplizieren kann.